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Der Körper reagiert:
Wo Strom fliesst, wird nicht nur Licht, Wärme und Bewegung, sondern auch
ein unsichtbares magnetisches und elektrisches Feld erzeugt. Auch wenn
Menschen diese Felder gewöhnlich nicht wahrnehmen, wirken sie doch auf
den Körper. Wissenschafter fanden zum Beispiel bei
Versuchspersonen, die starken elektromagnetischen Feldern ausgesetzt
wurden, allgemeine Befindlichkeitsstörungen und Veränderungen des
Ruhepulses sowie der Hirnströme.
Sehr intensive Funk-, Radio- und Mikrowellen können menschliches Gewebe
erwärmen. Magnetische Felder werden zudem verdächtigt, bei der
Entstehung von Krebs, besonders Leukämie, mitzuwirken. Dafür liegen
heute zwar Hinweise, jedoch weder Beweis noch Gegenbeweis vor. Sicher
ist dagegen, dass das Gesundheitsrisiko von «Elektrosmog» im Vergleich
zu anderen Gefahren wie Rauchen oder gewissen Chemikalien gering ist.
Es gibt Menschen, die glauben auf
„Elektrosmog“ sensibel zu reagieren. Sie verspüren unspezifische
Symptome und führen ihre Wahrnehmungen auf das Vorhandensein von
„Elektrosmog“ zurück. Meist ist es sehr schwierig mögliche Ursachen zu
erkennen.
„Elektrobiologisch“ geschulte und entsprechend tätige Fachleute wissen,
dass Feld - Beeinflussungen und deren mögliche Wirkungen auf Menschen,
im speziellen aber bei elektrosensitiven Menschen (auch bei Älteren, bei
nicht Gesunden und bei Kleinkindern) immer in einem multikausalen
Zusammenhang betrachtet werden müssen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass wir alle - Verursacher,
Messorgane, Behörden, Verantwortliche aus Wissenschaft, Medizin und
Technik - diese Menschen ernst nehmen.
Unabhängig von Stimmungsmache und der öffentlichen Meinung haben wir
alle eine ethische Verantwortung unserer Mitmenschen gegenüber. Wir
müssen dafür sorgen, dass nicht die Betroffenen beweisen müssen, dass sie in
Ihrem Wohlbefinden und möglicherweise in Ihrer Gesundheit beeinträchtigt
werden. Sind jedoch solche Beweisführungen unumgänglich, können wir
ihnen unsere Unterstützung dafür anbieten.
Dazu verhelfen uns richtig gehandhabte Messeinrichtungen und ein
verantwortungsbewusster Umgang mit der Technik, beginnend bei der
Planung, beim Bau ... oder nötigenfalls bei Korrektur-Massnahmen.
Selbst Tiere (vor allem bekannt bei Kühen - Milchabgabe und
Erkrankungen) können auf elektrische oder elektromagnetische
Feldbeeinflussungen deutlich reagieren.

Zum Schutz der Bevölkerung hat
der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender
Strahlung (NISV) erlassen. Seit dem 1. Februar 2000 ist sie in Kraft.
Die
NISV enthält zwei Typen von Grenzwerten: Immissions- und
Anlagegrenzwerte. Die Immissionsgrenzwerte (Gefährdungsgrenzwerte)
schützen vor wissenschaftlich nachgewiesenen Gesundheitsschäden,
basierend auf den thermischen Effekten. Sie
berücksichtigen die gesamten Strahlungen, die an einem Ort vorhanden
sind.
Die Immissionsgrenzwerte sind international abgestimmt. Sie müssen
überall eingehalten werden, wo sich Personen – auch nur kurzfristig –
aufhalten können.
Das Vorsorgeprinzip, wie es im Umweltschutzgesetz verankert ist,
verlangt, dass die Belastung möglichst niedrig sein soll. Die
Anlagegrenzwerte (Vorsorgewerte) liegen deutlich unterhalb der
Gefährdungsgrenzwerte. Sie gelten für die Strahlung einer einzelnen
Anlage und müssen dort eingehalten werden, wo Menschen sich längere Zeit
aufhalten, wie Wohnungen, Büros, Kindergärten, eingezonte
Kinderspielplätze und Spitäler. Der Anlagegrenzwert wird entsprechend
den jeweiligen technischen Möglichkeiten festgelegt.
Es gibt Menschen, die schon bei geringeren Feldstärken mit sogenannt
unspezifischen Symptomen (z.B. Schlafstörungen, Stresserscheinungen)
sensibel reagieren können. In solchen Fällen empfiehlt es sich die
Felder möglichst in der Entstehung zu minimieren. Mit freiwilligen
Massnahmen (z.B. emissionsarme Elektroinstallationen) wie wir sie
empfehlen, können Betroffene oder Verursacher einen eigenen Beitrag
leisten.
Ob beim sensibel reagierenden Menschen die gesundheitliche
Befindlichkeit jedoch allein dem Elektrosmog zuzuordnen ist, kann heute
noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Es drängt sich daher eine
ganzheitliche Betrachtungsweise möglicher Ursachen und Störfaktoren auf.
Bereits das Wissen um eine mögliche
gesundheitliche Beeinflussung muss Anlass genug sein, die Störursache -
wenn immer möglich - bereits in ihrer Entstehung zu eliminieren oder auf
das kleinst mögliche Mass zu reduzieren.
Technische Beeinflussungen:
Ebenso können technische Geräte,
Apparaturen und Einrichtung im hoch- und niederfrequenten Bereich durch
elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder beeinflusst
werden.
Die Auswirkungen dadurch sind:
-Fehlfunktionen (vielfach nur zeitweise)
-Blockierungen technischer Systeme
-u.U. sogar Zerstörung der beeinflussten Sache
Beispiele: Flimmern von
Röhrenbildschirmen und Fernsehgeräten bei hohen Magnetfeldern -
Störungen von Computersystemen - keine zuverlässige Funktion von
W-Lan-Verbindungen - Bild und Tonstörungen in den Radio- und TV -
Bändern - usw.
Auch hier kann eine richtige
Messung (gemäss
Messempfehlung des BUWAL und des METAS) die Grundlage zur Erkenntnis
der Ursache liefen.
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