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Bevor irgendwelche Massnahmen zur
Verminderung oder Verhinderung elektrischer und magnetischer Störfelder
ergriffen werden können, ist es wichtig, die Ursachen möglicher
Beeinflussungen zu erkennen. Vielfach ist eine Einwirkung dieser Felder
nur eine von vielen möglichen Auslöser für gesundheitliche oder
befindungsmässige Störungen bei uns Menschen. Doch niemand weiss welche
Ursache zu welchem Anteil für das Empfinden eines beeinflussten Menschen
verantwortlich ist.
Ursachenfindung
Demzufolge ist es von entscheidender
Bedeutung, dass der Messspezialist dank seiner "Berufserfahrung" und
Fachkompetenz in der Lage ist die Messwerte richtig zu interpretieren.
Nur eine richtige Messung (gemäss
Messempfehlung des BUWAL und des
METAS) kann die Grundlagen zur Erkennung der Ursache liefern.
Dank richtiger Interpretation des fachkompetenten Messspezialisten kann
dieser Aufschluss über die Ursache geben und Lösungsvorschläge und
mögliche Massnahmen vorschlagen.
Dabei gilt es sehr zu beachten aus welcher Quelle welche Ursachen wie
stark wirken. Mögliche Feldimmissionen können ihren Ursprung im
niederfrequenten wie im hochfrequenten Bereich sowie im häuslichen
(räumlichen) Umfeld oder aufgrund externer Einwirkungen haben.

Niederfrequente Verursacher:
Liegen bei niederfrequenten Immissionen
die Ursachen extern, wird eine Lösungsfindung nicht immer sehr einfach
(HS-Leitungen, Bahnanlagen ...). Galvanische Einkoppelungen können z.B.
Ausgleichströme via Wasserleitungen oder einfach durchs Erdreich zu
niederfrequenten Magnetfeld-Immissionen werden lassen.
Treten hausinterne Ursachen auf, gibt es zwei Möglichkeiten von
Feldimmissionen: das Elektrofeld oder das Magnetfeld. Während das
Elektrofeld meist durch verschiedene Elektroleitungen und
Verlängerungskabel verursacht wird, kann das Magnetfeld einerseits durch
installierte Elektroapparate (Radiowecker, Kühlschrank,
Unterhaltungselektronik, Trafos ...) oder andernseits durch verschiedene
Einkoppelungen auf der Hausinstallationsseite entstehen.
Hochfrequente Verursacher:
Bei hochfrequenten Feldimmissionen gibt
es ebenfalls die Möglichkeit die Ursache im Haus (Funktelefone, DECT,
Babyrufanlagen ...) vorzufinden. Oder die Ursache liegt bei
verschiedenen externen Anlagen, die in sehr unterschiedlicher Intensität
und in verschiedenen Frequenzen zu unterschiedlichen Zeiten einwirken
können (Pageranlagen, verschiedene Funkdienste, Radio- und TV-Sender,
Mobilfunk-Basisantennen ...)

Niederfrequente Massnahmen:
- Demontieren oder ausschalten
hausinterner Quellen, sofern möglich
- Distanzieren von Leitungen und
Geräten (so weit wie möglich, mind. 1m)
- Schirmmassnahmen gegen
Elektrofelder (abgeschirmte Kabel, einseitig geerdet)
- Evtl. Magnetfeldumleitungen (sehr
aufwändig und teuer)
- Installations- oder Anlageseitige
Massnahmen (LLLNPE-Ltg. N-, PE- Verstärkungen, Erdungsmassnahmen,
ev. Netzfreischalter ...)
- Disziplinieren der Anwender
(fachliche Beratung)
Hochfrequente Massnahmen:
- Demontieren oder ausschalten
hausinterner Quellen (keine DECT-Telefone, möglichst
Festnetz-Telefonanschluss, Verkabelung anstelle Funk)
- Keine Mobiltelefone oder
konsequent strahlungsarme (SAR-Werte beachten) und Freisprechanlagen
verwenden
- Schirmungsmassnahmen bei klar
erkannter Ursache (potentialfrei) mittels metallenen, oder
metallisch beschichteten Materialen (Wärmeschutzfenster, Tapeten
oder Farbanstriche) oder mittels Vorhängen (Decke bis Boden und Wand
zu Wand)
Nicht immer sehr einfach gestaltet sich
eine Lösungsfindung, wenn eben verschiedene Ursachen einwirken (nieder-
und hochfrequente Feldimmissionen, statische Magnetfelder ...). Hier
kann der Beizug verschiedener Experten aus dem NF- und dem HF- Bereich
oder weiteren Fachgebieten (manchmal auch aus der Geobiologie,
Radiästhesie, u. a.) sehr nützlich sein.
Präventive Massnahmen:
Private Vorsorgemassnahmen gemäss bau-
oder elektrobiologischer Empfehlungen (Installationen nach
elektrobiologischen Grundsätzen ausführen).
Schirmungen oder Installationsanpassungen nur nach vorangegangener
Messung oder entsprechender fachkompetenter Beratung (falsch angebrachte
Schirmungen oder Erdungen sowie andere installationsseitige Massnahmen
können die Feldimmissionen verstärken !)
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